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Trümmerjahre an Rhein, Ruhr und Weser - Aufbruch zur Demokratie

Die vierteilige Dokumentation schildert das Lebensgefühl der Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg aus unterschiedlichen Perspektiven aus der Erinnerung von Menschen, die diese Zeit erlebt haben.

Herzog von Gloucester besucht die Britische Armee in Essen Kray (1947)
Bild vergrössern>Herzog von Gloucester besucht die Britische Armee in Essen Kray (1947)

[Cinergy/3SAT] Die Besatzungsmächte mussten an Rhein, Ruhr und Weser nicht nur kaputte Städte, eine zerbombte Industrieregion im Ruhrgebiet und ein verlassenes Hinterland verwalten, sondern auch die gesamte politische Verwaltung neu aufbauen. Ein Machtvakuum, das nach der Kapitulation gar nicht so schnell zu füllen war. Nach einer Umfrage der Amerikaner im Mai 1945 hing die Hälfte der Deutschen an der Vorstellung, der Nationalsozialismus an sich sei eine gute Sache, nur die Ausführung sei schlecht gewesen. Diesen Deutschen wird zunächst jede politische Betätigung, die nicht ausdrücklich durch die Alliierten genehmigt ist, verboten. Die rheinischen und westfälischen Provinzen wurden nach dem Willen der Alliierten in die neue demokratische Rechtsform des Landes Nordrhein-Westfalen überführt, ein Schritt, bei dem die unterschiedlichsten regionalen und landsmannschaftlichen Bedenken und Zögerlichkeiten ausgeräumt werden mussten. Als heikel erwies sich auch die praktische Umsetzung der alliierten Entnazifizierungs- und Reeducation-Programme. Der Weg zur Demokratie war für Parteien, Gewerkschaften, Verbände und Medien nicht immer nur einfach und geradlinig, aber er war nachhaltig erfolgreich.


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